Umzug mit Haustieren: So kommen Hund, Katze und Co. entspannt im neuen Zuhause an
Für uns ist ein Umzug ein neues Kapitel. Für ein Haustier ist er zunächst eine Katastrophe: Das Revier verschwindet, vertraute Gerüche lösen sich in Kartonstapeln auf, und überall laufen fremde Menschen mit schweren Möbeln herum. Hunde, Katzen und Kleintiere erleben den Wohnungswechsel völlig anders als wir, und jede Tierart braucht ihre eigene Strategie. Mit der richtigen Vorbereitung wird aus dem Ausnahmezustand ein Ortswechsel, den Ihr Tier gut verkraftet.
Vor dem Umzug: Vorbereitung nach Tierart
Katzen: die Gewohnheitstiere unter den Haustieren
Kaum ein Tier hängt so sehr an seinem Revier wie die Katze. Stellen Sie die Transportbox schon zwei bis drei Wochen vor dem Umzug offen in die Wohnung, mit Decke und Leckerlis darin, damit sie zum vertrauten Möbelstück wird statt zum Alarmsignal. Packen Sie das Zimmer der Katze zuletzt, denn je länger ihre gewohnte Umgebung intakt bleibt, desto besser. Freigänger sollten in den letzten Tagen vor dem Umzug im Haus bleiben, damit sie am entscheidenden Tag nicht unauffindbar sind.Hunde: Hauptsache, das Rudel bleibt zusammen
Hunde nehmen den Umzug meist gelassener, solange ihre Menschen Ruhe ausstrahlen. Hilfreich ist, die neue Gegend vorab gemeinsam zu erkunden: Ein paar Spaziergänge im künftigen Viertel machen aus fremdem Terrain schon halb vertrautes Gebiet. Behalten Sie Fütterungs- und Gassizeiten im Umzugstrubel so konstant wie möglich bei.Kleintiere, Vögel und Aquarium: die Spezialfälle
Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel ziehen am besten in ihrem gewohnten Käfig oder einer abgedunkelten Transportbox um, Zugluft und Hitze sind ihre größten Feinde. Das Aquarium ist die Königsdisziplin: Fische reisen in stabilen Beuteln oder Thermoboxen mit Aquarienwasser, der Filter muss feucht und die Filterbakterien am Leben bleiben, und ein Teil des alten Wassers zieht mit um, damit das biologische Gleichgewicht am neuen Ort schneller wieder steht. Planen Sie für Ab- und Aufbau großzügig Zeit ein.Organisatorisches: Diese Punkte gehören auf die Liste
- Vermieter fragen: Für Hunde und exotische Tiere brauchen Sie in der neuen Wohnung grundsätzlich die Zustimmung des Vermieters, ein pauschales Verbot im Mietvertrag ist zwar unwirksam, eine Einzelfallentscheidung aber zulässig. Kleintiere wie Hamster oder Wellensittiche sind erlaubnisfrei.
- Hundesteuer ummelden: am alten Wohnort ab-, am neuen anmelden. In Augsburg läuft das über die Stadt, die Steuermarke kommt per Post.
- Haftpflicht und Registrierung aktualisieren: Adresse bei der Hundehaftpflicht ändern und, ganz wichtig, die neue Anschrift bei Haustierregistern wie Tasso hinterlegen. Der Chip nützt nichts, wenn er zur alten Adresse führt.
- Tierarzt-Unterlagen mitnehmen: Impfpass und Krankenakte einpacken und bei größerer Entfernung frühzeitig einen neuen Tierarzt suchen. Beruhigungsmittel für sehr ängstliche Tiere gibt es nur nach tierärztlicher Beratung, niemals auf eigene Faust.